Chronik des Landgasthofs Hölzle
Der Gründer der Schankwirtschaft „zum Hölzle“ versuchte fast ein Jahr lang die Genehmigung beim Königlichen Oberamt zu erhalten. Das Königliche Oberamt verweigerte die Genehmigung, weil in Weilerstoffel schon zwei Schankwirtschaften bestanden. Selbst als Herr Xaver Schmid eine Verzichterklärung von Josef Abele, Wirt und Bauer zu Weilerstoffel, dem Königlichen Oberamt zu Gmünd überbrachte, konnten die Bedenken nicht ausgeräumt werden, dass die Einwohner in und um Weilerstoffel zu sehr der Geselligkeit fröhnen würden. Erst nach vielen Gesprächen, Verhandlungen und Fürbitten des Schultheissenamtes Waldstetten wurde die Genehmigung erteilt.
Herr Xaver Schmid erhielt die Kozessionsurkunde am 24 Dezember 1911. Die Gaststätte trug den Namen „Restauration zum Hölzle von Xaver Schmid“.
Viel zu früh verstarb am 30 Juni 1924 zu Weilerstoffel Xaver Schmid. Seine tüchtige Gattin Kreszentia führte die Gaststätter mit ihrem Sohn Engelbert Schmid weiter. Engelbert Schmid übernahm durch Kaufvertrag die Gaststätte 1929. Seine Mutter verschied am 31. März 1941 nach einem erfüllten Leben. Der Sohn Engelbert Schmid, Landwirt und nun Gastwirt zu Weilerstoffel erhielt am 17. Februar 1944 die offizielle Genehmigung zur Eröffnung einer Schankwirtschaft. Hiermit war der rechtlose Zustand beseitigt.
Am 6. Februar 1954 verschied seine Ehefrau Emilie in Weilerstoffel.
Im Jahre 1960, 55 Jahre nach der Gründung der Gaststätte, wurde die Gaststätte erheblich vergrößert und ein Nebenzimmer angebaut.
1969 übernahm Karl Schmid mit seiner Ehefrau Luzia die Gastwirtschaft „zum Hölzle“. Wiederum wurde die Gastwirtschaft von Grund auf erneuert, umgebaut, vergrößert und die Landwirtschaft, das bisherige Haupteinkommen aufgegeben. Aus der Gastwirtschaft wurde ein stattlicher Gasthof. Bereits 1972 erfolgte ein weiterer Ausbau, um Fremdenzimmer zu schaffen. 1976 wurde die Anzahl der Gästezimmer auf 13 erweitert.
Am 17. März 1984 starb im hohen Alter Engelbert Schmid.
Karl Schmid starb im Juni 1989 allzu früh mit 58 Jahren.
1990 übergab Luzia Schmid nach dem Tod Ihres Mannes den Gasthof Hölzle an Ihren Sohn Klaus Schmid. Die vierte Generation ist nun im Hölzle tätig.
1996 wurde ein weiterer Umbau und Vergrößerung des Hölzles in die Wege geleitet. Alle Gästezimmer wurden vergrößert und mit Bädern ausgestattet.
Mann kann heute zurecht sagen, daß aus der ehemaligen Schankwirtschaft ein stattlicher Landgasthof entstanden ist.